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Fehlerhaftes Quartett von Schumann wird korrigiert

Der Schott-Verlag veröffentlicht ein bislang fehlerhaftes Klavierquartett von Robert Schumann nochmal neu. Das Stück war bislang wenig bekannt. Durch die Revidierung soll sein mit 19 Jahren komponiertes Klavierquartett zu seinem 200. Geburtstagsjubiläum musikalisch richtig wieder gegeben werden können. Die Neuauflage wurde von dem Schumann-Experten Joachim Draheim bearbeitet und weitergeleitet.

Die Neuauflage beruht auf den Skizzen von Schumann und legt erstmals einen überzeugenden Notentext vor. Fehlerhafte Seiten, etwa der Schluss des ersten Satzes, wurden erstmals ergänzt. Es handelt sich um das Quartett in c-Moll.

4.03.2010

Klavieraufnahmen mit Audacity verbessern

Audacity ist ein kostenloses Programm zur Audiobearbeitung. Man kann es bei Sourceforge kostenlos runterladen. Dieser Artikel handelt davon, wie man seine Klavier Aufnahmen klanglich verbessern und bearbeiten kann.

Zunächst markiert man mit der Maus die Stellen, an denen der unnötige Anfang ist löscht sie mit der ENTF-Taste. Das gleiche macht man mit dem Ende.

Wenn die Aufnahme zu leise ist, markiert man sie mit STRG + A und wählt unter Effekt -> Normalisieren. Es dauert eine Weile, bis das Programm die Aufnahme normalisiert hat.

Weiterhin ist der Kompressor nützlich. Er schränkt den Dynamikumfang des Signals ein und macht das klangliche Bild deutlicher. Zu finden ist er bei Audacity unter Effekt -> Kompressor. Man muss wieder die gesamte Aufnahme mit STRG + A markieren, bevor man den Kompressor einsetzt.

Zu guter letzt ist auch der Equalizer von Nutzen. Er filtert verschiedene Frequenzen raus oder verstärkt sie. Zu finden ist er bei Audacity unter Effekt -> Equalizer. Ich wähle da die acoustic-Einstellung, indem ich das acoustic-Preset klicke und dann auf “Kurve laden” klicke.

Die Aufnahme ist jetzt viel deutlicher und brauchbarer geworden. Zur Diskussion steht auch der Thread Klavier aufnehmen im Forum bereit.

27.02.2010

Klavier aufnehmen – Zoom H2

Diesese sehr kleine, aber feine Gerät ist sehr praktisch, um Klavieraufnahmen zu machen: Der Zoom H2. Da ich in dem Besitz von diesem kleinen Aufnahmegerät bin, möchte ich einen Erfahrungsbericht schreiben.

Der Zoom H2 ist der Vorläufer des Zoom H4n und bietet eine Reihe von Fuktionen, die man zwar sowieso nicht nutzt, aber dennoch brauchbar sind. Der Zoom H2 ist nicht nur für Klavieraufnahmen, sondern auch für andere Instrumente oder Bandaufnahmen geeignet. Er lässt sich gut mitnehmen, weil er erstens in jede Hosentasche passt und zweitens außer dem Netzteil- auch den Batteriebetrieb anbietet. Das Gerät hat 3 Mikrofone, sodass man sogar 4-kanäligen Surround-Sound aufnehmen kann. Doch das ist nur Schnick Schnack.

Zurück zum Thema Klavier aufnehmen. Ich platziere dieses Aufnahmegerät auf einem Stativ ca. 50 cm über dem Klavier und zwar so, dass die beiden hintere Mikrofone (ein weiteres Mikrofon befindet sich vorne) auf das Klavier zeigen. Den Mikrofon Gain (= Verstärkungsfaktor) stelle ich auf Middle.

Nun fang ich an zu spielen und schaue, was die Anzeige des Zoom H2 macht. Ist sie zu hoch, drücke ich ein paar mal die linke Pfeiltaste. Ist sie zu niedrig, drücke ich ein paar mal die rechte Pfeiltaste. Den Kompressor, bzw. Limiter stelle ich Menü ganz aus, der ist sowieso nicht brauchbar.

Der Zoom H2 ist das praktischste Gerät, das mir unter die Finger gekommen ist. Es gibt zahlreiche andere Aufnahmegeräte, allerdings sind die Funktionen nicht so gut verpackt wie in diesem Gerät. Der Preis ist für so ein Aufnahmegerät auch in Ordnung. Einziges Mängel ist das Design des Gerätes. Es ist aus Kunststoff und wirkt recht billig. Aber das stört ja nicht, sofern es dem Zweck des Aufnehmens dient.

Die Einstellungen für das Klavier sind nun fertig. Nun fange ich an aufzunehmen, indem ich zweimal auf den roten Knopf drücke. Das Spiel kann beginnen.

Sobald ich fertig bin, drücke ich nochmals auf den roten Knopf. Jetzt kann man den Zoom H2 mit dem PC verbinden und sich die Aufnahmedatei auf den Rechner kopieren. Das ganze wird nun mit Audacity editiert. Wie das geht und wie man den Sound verbessern kann, erzähle ich bald im Klavier-Blog.

Zur Diskussion steht auch der Thread Klavier aufnehmen im Forum bereit.

27.02.2010

Sviatoslav Richter

In diesem Artikel möchte ich einen bekannten, russischen Pianisten ehren. Sein Name war Sviatoslav Richter. 1915 wurde er geboren. Im Gegensatz zu vielen anderen Pianisten brachte er sich das Klavier spielen selbst autodidaktisch bei, er erhielt erst im Alter von 22 Jahren Unterricht bei Heinrich Neuhaus am Moskauer Konservatorium. Einer seiner Kommilitonen war Emil Gilels.

In Moskau lernt er den Komponisten Sergej Prokofjew kennen, dessen 6. Sonate er 1942 zur Uraufführung brachte. Später folgten noch die 7. und 9. Sonate, die dem legendären Pianisten Richter gewidmet wurde.

Sein Debüt gab er am 19. Oktober 1960 in der Carnegie Hall in New York. Es folgten Auftritte in Europa, 1971 in Deutschland.

Richters Gedächtnis ist phänomenal. Er konnte fast die gesamte Klavierliteratur auswendig spielen. Seine Schallplattenaufnahmen sind legendär.

1997 stirbt Richter in Moskau.

Die Dokumentation “Sviatoslav Richter – The Enigma” auf DVD umfasst seine Biografie und sein Leben als Pianist. Es werden Konzertaussschnitte von Richters Spiel gezeigt. Am Ende des Films sagt Richter, dass er fast überall gespielt hatte, glücklich war er jedoch nicht.

Für mich bleibt er der legendäre Pianist. Sein Spiel ist außerordentlich Kraftvoll, seine Virtuosität ist brilliant und sein Klavierspiel ist einzigartig. Ich kenne keinen anderen Pianisten, der mit solcher prächtigen Kraft spielt. Überzeugt euch selbst von diesem Video.

26.02.2010

Zwischen Genie und Wahnsinn

Eigentlich wollte ich diesen Artikel nicht mit seinem Namen verbinden, aber ich habe mich doch entschieden, es zu tun. Robert Schumann litt an einer schweren psychischen Krankheit. Es ist umstritten, ob er eine Schizophrenie gehabt hatte, am häufigsten wird ihm eine manische Depression zugeschrieben. Doch in wiefern stehen psychische Krankheiten mit Kreativität und Genie im Zusammenhang?

Auch Wolfgang Amadeus Mozart konnte kaum still sitzen, musste bei Hofe eine unangemessene Ausdrucksweise wähen. So unterzeichnete er in einem Brief mit dem Ausdruck “Herzlichst Ihr Süssmaier Scheißdreck”. Forscher lassen vermuten, dass er am Tourette-Syndrom litt. Einer Krankheit, die durch unkontrollierbare Tics und Zwänge gekennzeichnet ist.

Im Gehirn befindet sich ein Botenstoff, nämlich “Dopamin”. Er ist dafür zuständig, dass Signale weitergeleitet werden. Je mehr Dopamin vorhanden ist, desto mehr Assoziationskraft steckt in uns. Ist dieser Stoff im Gehirn übermäßig aktiv, so ist man kreativ. Zuviel davon kann allerdings schaden. Interessant in diesem Zusammenhang ist folgendes BBC Video, das einen Pianisten vorstellt, der am Tourette-Syndrom leidet. Man geht davon das, dass beim Tourette-Syndrom, sowie bei Depressionen und Schizophrenie, ein Unangleichgewicht an Botenstoffen vorhanden ist. Nick van Bloss ist jedenfalls ein Genie am Klavier.

Statistisch gesehen erkranken Schriftsteller, Künstler und Musiker überdurchschnittlich an Depressionen. Besonders die Cyclothymie – eine manische-depressive Erkankung – überfallt sie häufiger.

Es hört sich so an, als sei Dopamin eine Wunderdroge, die uns zu mehr Kreativität verleiten kann. Doch ein Überschuss davon kann uns krank machen. So stellt sich die Frage, inwiefern und ob Komponisten, die eine psychische Erkrankung hatten, ihre Werke überhaupt komponieren konnten. Sind Genie und Wahnsinn wirklich so eng beieinander?

25.02.2010

Der Gitarren-Blog

Nein, hier geht es außnahmsweise nicht um das Klavier, sondern um ein anderes Instrument, das ebenfalls Saiten hat: Die Gitarre.

Auf Gitarren-Blog.de findet man in Blogform interessante Sachen zum Thema Gitarre. Ob man nun Tipps oder Tricks sucht oder gitarrenbezogene Videos anschauen möchte, man findet dort alles, was das Gitarrenherz begehrt. Außerdem kann man sich für einen Newsletter anmelden, der einem Fingerübungen zuschickt.

Wenn ich Gitarre spielen würde, dann würde ich diese Seite regelmäßig besuchen.

Zur Seite: Gitarren-Blog.de

24.02.2010

Musiksuche im Internet

Musikstücke im Internet aufzuspüren und vergleichen war bisher noch nicht möglich. Das haben jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik ermöglicht.

Der Multimodal Music Player schafft es, im Internet nach Musik zu fahnden. Ein paar Takte genügen dem Player, sodass er die Datenbank nach der zugehörigen Partitur oder eine Reihe verschiedener Tonaufnahmen durchsucht. So kann man etwa die Interpretation von Barenboim oder Bernstein vergleichen, indem man, während das Stück erklingt, zwischen den Interpretationen hin- und herwechselt.

24.02.2010

Der Sinn von Musik

Es ist schon erstaunlich, wieviele Stunden ein Musiker an seinem Instrument verbringt und das nur, um ein Stück perfekt zu beherrschen. Bei einer durchschnittlichen Übephase von zwei bis drei Stunden am Tag wäre es auf das Jahr umgerechnet 1000 Stunden. Ich frage mich oft, ob es denn nicht eine sinnvollere Betätigung, als das Musizieren gibt.

Und meine Antwort lautet: Nein, nicht unbedingt! Allein die Vorstellung, dass es Musik überhaupt gibt, mag falsch sein. Denn Musik ist nichts fassbares oder materielles. Nur ein Teil des Gehirn ist dafür zuständig, dass wir Musik als Musik überhaupt wahrnehmen. Wir haben es hier mit etwas spirituellem, geistlichem zu tun.

Und das ist gerade der Punkt über dem i. Musik schafft das, was die Sprache nie schaffen kann. Es ist ein Ausdruck von Emotionalität und Gefühlen. Allein Pythagoras sagte, dass man das Gleichgewicht zwischen Musik und sportlicher Betätigung schaffen sollte. Musik ist etwas für die Seele.

Eine ganz andere Sichtweise der Musik erhält man, wenn man über die Natur nachdenkt und Charles Darwins Evolutionstheorie hinzunimmt. Ein musikalischer Mensch, egal ob Frau oder Mann, weckt bei dem anderen Geschlecht an Interesse.

Doch auch mit Musik kann man auf eine besondere Art kommunizieren. Mit der Sprache kann man nicht alle Menschen erreichen, man muss die jeweilige Sprache kennen. Das ist bei Musik nicht der Fall. Musik kann von jedem empfangen und ausgedrückt werden.

Fest steht: Wer Musik lebt und Musik liebt, der hat einen Zugang zu einer ganz besonderen Welt.

22.02.2010

Frédéric Chopin wird 200 Jahre alt

Am 22. Februar (oder am 1. März, man weiß es nicht genau) vor 200 Jahren, also 1810, wurde Frédéric Chopin in Zelazowa-Wola (Warschau) geboren. Frédéric Chopin ist der Meister der romantischen Klaviermusik. Er komponierte zunehmend Salonmusik, jedoch nicht abwertend gemeint. Sein Ausdruck der Gefühle ist besonders stark.

Es ist allein schon ein Wunder, wieviel Emotionen die 24 Préludes von Chopin beinhalten. Jedes einzelne Prélude gleicht einem kurzen Gedicht, das mit fantastischer Emotionalität gespickt ist. Man muss nur die Balladen nennen, die 24 Etüden, die Nocturnes und Mazurkas und schon begibt man sich in die Welt des Frédéric Chopins. Doch auch die Sonaten zählen zu seinen Meisterwerken. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus seinem Schaffen. Er hat noch viel mehr geschrieben.

Chopin hat die pianistische Technik und Stilistik revolutioniert. Deswegen schenke ich ihm diesen Beitrag. Happy Birthday, Chopin!

22.02.2010

Pausen in der Musik

Mit den Noten gehe ich nicht besser um als andere Pianisten.
Bei den Pausen zwischen den Noten — da ist die Kunst
angesiedelt.

Artur Schnabel (1882-1951)

Es gibt keine Musik ohne Pausen! Gerade Pausen sind deswegen so wichtig, weil sie eine gliedernde Funktion haben. Sie strukturieren die Musik, teilen sie in Abschnitte ein.

Gerade Pausen haben etwas wirkungsvolles, sie lösen beim Zuschauer eine ungeheure Spannung und Erwartungshaltung, was als nächstes kommt, aus.

Dass auch Pausen Musik sind, zeigt John Cage. Sein Stück 4′33” (4 Minuten, 33 Sekunden) ist ein Stück der besonderen Art. Da während des Stückes kein einziger Ton gespielt wird, stellt eine Aufführung dieses Werkes die gängige Auffassung von Musik in Frage. Sind Pausen wirklich Musik?

14.02.2010
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