Das Pedal
In der Romantik wird das Pedalspiel (rechtes Pedal) zunehmend genutzt. Doch der falsche Pedaleinsatz kann der Musik schaden. Sie kann dann schwammig klingen, wenn man zuviel Pedal benutzt.
Wenn das Pedal getreten wird, lösen sich die Dämpfer von den Saiten des Klaviers, sodass sie frei schwingen können. So wird das Pedalspiel oft dazu genutzt, die Resonanz zu verstärken oder dass die Töne weiter erklingen. So stellt sich die Frage: Wieviel Pedal ist angemessen?
Vor und Danach
Es gibt zwei unterschiedliche Arten, das Pedal zu treten. Entweder vor dem angeschlagenen Ton oder den angeschlagenen Akkorden, oder nach den angeschlagenen Tönen. Falls das Pedal vor den angeschlagenen Tönen genutzt wird, schwingen alle Saiten, sobald der Ton angeschlagen wurde, etwas mit. Bei dem Pedalspiel nach dem Anschlagen der Töne, schwingen die anderen Töne nicht mit. So kann man das Fazit daraus ziehen, dass das saubere Spiel meistens dann stattfinden, wenn das Pedal nach den angeschlagenen Tönen getreten wird.
Das Treten des Pedals
Auch ist es wichtig, das Pedal geräuschlos zu treten, sodass keine Nebengeräusche entstehen. Die Ferse bleibt am Boden, während der Fußballen auf dem Pedal liegt.
Pedal bei Bach
Bachs Musik und auch die Musik des Barocks lebt vor allem durch Artikulation. Glenn Gould zum Beipiel spielt Bach ohne Pedal. Da Bach selbst das Pedalspiel nicht kannte und seine Kompositionen insbesondere dem Cembalo galten, ist zu viel Pedal bei Bachs Musik unangemessen.
Bachs Musik ist vor allem durch die Transparenz der harmonischen Struktur so besonders. Das Pedal sollte eher zur Betonung eines Moments dienen, nicht zur harmonischen Verschmierung. Und wenn Bach das Pedal überhaupt benutzt hatte, dann war es bei der Orgel. Drei Pedale am Klavier sind dann doch zu wenig.



Wer sich selbst nicht zum Klavierspielen motivieren kann, der sollte mal einen Trick versuchen, den ich im 