Macht Klavier spielen intelligent?
Wissenschaftler haben anscheinend herausgefunden, dass wer von Kindheit an ein Instrument gespielt hat, mehr graue Hirnmasse hat, als Nichtmusiker. Zudem soll das Musizieren außerordentliche Fähigkeiten wie Gehörsinn, Motorik und Körperwahrnehmung fördern. Praktischer Musikunterricht soll die Konzentrationsfähigkeit stärken und die Schulleistungen steigern. Zu diesem Thema ist auch der sogenannte Mozart-Effekt interessant:
Als Mozart-Effekt wird der Effekt bezeichnet, dass sich das räumliche Vorstellungsvermögen durch das Hören und Spielen klassischer Musik, insbesondere der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, verbessern soll.
Auf der Seite sueddeutsche.de wird jedoch der Mozart-Effekt als gering beschrieben. Der Mozarteffekt ist nur kurzfristig vorhanden und beschränkt sich eher auf eine Stimmungshebung, die für kurze Zeit anhält. Und wer eine gehobene Stimmung hat, der ist auch leistungsfähiger. Weiterhin steht in diesem Artikel, dass sich der Intelligenzquotient nur um drei bis vier Punkte hebt.
Auf die Frage, ob Klavier spielen intelligent macht und wie sich Klavier spielen auf die Intelligenz auswirkt, kann also keine eindeutige Antwort gegeben werden. Viele Studien weisen jedoch darauf hin, dass sich Musik positiv auf den Menschen auswirkt. Fest steht auch, dass die neuronalen Verbindungen, die für die Feinmotorik zuständig sind, durch das Klavier spielen größer sind, als bei Nichtpianisten.
Am 22.08.1862 wurde