Suite

Eine Suite (von französisch suite = Folge) ist in der Musik ein Zyklus von Instrumental- oder Orchesterstücken, der in einer vorgegebenen Abfolge ohne längere Pausen gespielt wird. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts etablierte sich daneben der Name Partita, im 18. Jahrhundert wurden Suiten auch oft durch Ouvertüren eingeleitet.

In der Instrumentalmusik bezeichnet die Suite eine bestimmte Abfolge von Stücken für Solo- oder Orchesterbesetzung. Alle Teile stehen in der gleichen Tonart, haben die gleiche Besetzung und manchmal taucht ein Motiv oder eine Harmoniefolge stückübergreifend auf oder die Suite beinhaltet eine Variation.

Besonders im Barock war die Suite eine der wichtigsten instrumentalen Gattungen. Sie wurde erst im späten 18. Jahrhundert allmählich durch Serenade und Divertimento abgelöst. Die der Suite zu Grunde liegenden Tänze wurden im Lauf der Kompositionsgeschichte stark stilisiert, so dass beispielsweise aus der ursprünglich schnellen Sarabande ein getragenes Adagio oder Largo wurde. Die der Suite fast immer angehörenden Tänze sind: Allemande, Courante, Sarabande und Gigue. Bei J.S. Bach finden sich diese Tänze als Gerüst fast aller Suiten, bei G.F. Händel ist die Reihung meist eher variabel. Dazu können in willkürlicher Abfolge noch Tänze wie Musette, Gavotte, Bourrée, Menuett, Siziliana usw. gestellt werden.

Bis zum 19. und 20. Jahrhundert sind die Sonate und Sinfonie jedoch zu so anspruchsvollen Gattungen geworden, dass sie den Zweck der reinen musikalischen Unterhaltung von Solo- und Orchestermusik übersteigen. Dieses Ziel versucht man nun wieder mit der Suite zu erreichen und die nun entstehenden Suiten sind in Anlehnung an die historische Suite immer noch Zyklen von ähnlichen Stücken und Tänzen. Als Suite werden auch Sammlungen von Motiven aus der Schauspielmusik, Opern und Balletten bezeichnet, zum Beispiel die „Nussknacker-Suite“ von Tschaikowsky.

Bis zum 19. und 20. Jahrhundert sind die Sonate und Sinfonie jedoch zu so anspruchsvollen Gattungen geworden, dass sie den Zweck der reinen musikalischen Unterhaltung von Solo- und Orchestermusik übersteigen. Dieses Ziel versucht man nun wieder mit der Suite zu erreichen und die nun entstehenden Suiten sind in Anlehnung an die historische Suite immer noch Zyklen von ähnlichen Stücken und Tänzen. Als Suite werden auch Sammlungen von Motiven aus der Schauspielmusik, Opern und Balletten bezeichnet, zum Beispiel die „Nussknacker-Suite“ von Tschaikowsky.
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