Präludium
Ein Präludium ist ein Instrumentalstück mit eröffnendem Charakter. Ursprünglich war es kein einzelnes Musikstück, sondern eine Einleitung in ein Musikstück, meist frei improvisiert. Es diente zur Überprüfung von dem Zustand des Instrumentes, zur Angabe der Tonart und um stimmungsvoll die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen.
Das Präludium erhält zu Bachs Zeiten im Wohltemperierten Klavier eine hohe Bedeutung. Es war ein eröffnender Teil, der der Fuge voranging. Das Präludium wird im Wohltemperierten Klavier mit der Fuge zu einem einheitlichen Werk zusammengefasst.
Eine weitere Bedeutung hat des Präludium in den 24 Préludes von Frédéric Chopin. Es sind kurze albumhafte bis hin zu etüdenhaften Skizzen, die an die Nocturnes erinnern. Diese 24 Préludes haben auch Wirkung auf die Préludes von Alexander Skrjabin und Sergej Rachmaninow.
Das Präludium setzte sich mit der Zeit fort, es hatte allerdings meist nichts mehr mit dem ursprünglichen Charakter des Präludiums zu tun.