Fuge
Der Name Fuge leitet sich aus dem lateinischen fuga = “Flucht” ab. Die Fuge ist beliebte Form des Barocks. Eine Fuge besteht aus mehreren selbstständigen Stimmen, die abwechselnd ein musikalisches Thema verarbeiten.
Eine Fugenexposition sieht folgendermaßen aus. Die erste Stimme trägt das kurze, prägnante Thema vor. Dieser Einsatz des Themas wird auch als Dux (lat. “Führer”) bezeichnet. Die zweite Stimme wird als Comes (lat. “Gefährte”) bezeichnet und trägt das Thema auf der Oberquinte (bzw. Unterquarte) , auch Dominante genannt, vor. Der Dux setzt währenddessen im Kontrapunkt fort. Weitere Stimmen können nach diesem Prinzip hinzugefügt (meistens 3, 4 oder 5).
Sind alle Stimmen eingeführt worden, ist die Exposition beendet und das Zwischenspiel (Divertissement) beginnt, wo alle Stimmen sich in freier Melodie weiterbewegen. Nach einer Zeit nimmt eine der beteiligten Stimmen das Thema und den Gegensatz wieder auf (meist in einer neuen Tonart) und eine zweite und dritte folgen ihr nach (Fuga = Flucht: eine Stimme flieht vor der andern). Dies nennt man die erste Durchführung. Es folgt ein Zwischenspiel und darauf die zweite Durchführung in einer neuen Tonart und dann das nächste Zwischenspiel u.s.w.
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