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Glenn Goulds Stuhl

Glenn Gould ist nicht nur durch seine Einspielungen der Goldbergvariationen berühmt geworden, auch seine extravagante Art am Klavier zu sitzen hat ihn zu einem Unikat gemacht.

Er saß auf einem Stuhl, der höhenverstellbar von 35 auf 45 cm war. Der Stuhl wurde von seinem Vater gebaut, der erläutert:

Ich versuchte was ziemlich Leichtes an Klappstuhl aufzutreiben und dann von jedem Bein etwas abzusägen, ich machte mir eine Messingklammer, die um jedes Bein herum ging und schraubte sie daran fest, und dann schweißte ich die Hälfte einer Spannschraube an jede Klammer, so dass jedes Bein einzeln eingestellt werden konnte.

Dieser besonderen Stuhl steht heute in der Library of Toronto. Der italienische Möbelhersteller Cazzaro hat sich die Exklusivrechte zur Produktion dieses Stuhls als originalgetreue Replik weltweit gesichert.Der Glenn Gould Stuhl, bzw. seine Nachbildung ist erhältlich bei glenngould-chair.com.

2.03.2010

Klavier-Handschuhe, die man nicht braucht

Eine tolle und gleichzeitig nutzlose Erfindung sind diese Klavierhandschuhe. Mit ihnen kann man einfach – ohne Klavier – Klavier spielen. An den Fingerkuppen sind Drucksensoren angebracht, die erkennen, welcher Ton angeschlagen wurde. Das Signal wird an eine kleine Box weitergeleitet, die dann den Klang ausgibt. Mit einer Bewegung im Handgelenk geht man eine Oktave höher.

Ich habe diese Handschuhe nicht ausprobiert, allerdings scheinen sie nur ein Gag zu sein. Professionell Klavier spielen kann man damit nicht und Klavier üben schon mal gar nicht. Wer trotzdem so etwas haben will, der möge sein Geld zum Fenster rauswerfen.

Apropos Klavierhandschuh – hast du schon mal versucht mit einem gewöhnlichen Handschuh Klavier zu spielen? Man erhält ein völlig anderes Spielgefühl.

23.02.2010

Chopin als Banknote im Wert von 20 Zloty

Der Komponist Chopin, der selber zahllose Noten zu Papier brachte, schmückt nun in Polen eine Banknote miteinem Wert von 20-Zloty. Die von der polnischen Nationalbank herausgegebene Sondernote mit einem nominalen Wert von 20 Zloty (umgerechnet rund 5 Euro) schmückt mit Blick auf dessen 200. Geburtstag das Porträt des Komponisten.

Es werden ungefähr 100 000 Exemplare gedruckt, sie sollen vor allem Sammler ansprechen. Angeboten wird die Banknote im Internet zu Verkaufspreis von 25 bis 50 Zloty.

Komponistenporträt auf Banknoten sind nicht unüblich. Ein solches (Arthur Honegger) findet sich etwa auf der regulären Schweizer 20-Franken-Note.

Mehr auf www.kolekcjoner.nbp.pl

6.02.2010

Das sprechende Klavier

Unglaublich! Wie das Klavier funktioniert ist in dem Video gut erklärt worden. Peter Ablinger ist ein Komponist für das sprechende Klavier. Es handelt sich hierbei um eine Installation von Wien Modern für den Dogenpalast in Venedig. Die Macher haben mithilfe einer Computer-Software und einer mechanischen Einrichtung am Piano die vorher aufgenommene Kinderstimme auf das Klavier übertragen.

3.02.2010

Die Klaviertreppe oder das Treppenklavier

Das Konzept dahinter ist folgendes: Durch diese Konstrukton wird anstatt der Rolltreppe die Treppe genommen, der Fitness wegen. Es basiert übrigens auf den sogenannten Floor Pianos, die in den Vereinigten Staaten in einigen Spielwarenabteilungen zu finden sind. Die U-Bahnstation Odenplan besitzt so eine Treppe. Kein Wunder, dass die Rolltreppe nicht mehr benutzt wird.

31.01.2010

Das frei umstimmbare Klavier

Der britische Komponist und Musiker Geoff Smith hat erstmals ein vollständig mechanisches Tasteninstrument entwickelt, mit welchem zwischen den verschiedensten musikalischen Stimmungen und Klängen, wie beispielsweise westeuropäischen, indischen, arabischen und anderen frei wählbaren Stimmungen gewechselt werden kann.

Das neu geschaffene Instrument, eine Mischung aus Hammerflügel und Cembalo, ist mit 88 Tasten versehen und verfügt über den normalen Stimmumfang eines Flügels. Unter jeder Saite ist das “Fluid Piano”, wie es von den Erschaffern getauft wurde, mit gleitend verstellbaren Stimmstegen versehen. Diese erlauben es, die Tonhöhen und dadurch die entstehenden Stimmungen individuell fließend zu variieren.

28.11.2009

Alexander Skrjabin und das Mysterium

Alexander SkrjabinSchon gewusst? Das Mysterium ist eine Idee von Alexander Skjrabin. Dies sollte alle Sinne ansprechen, als Symphonie aus Wort, Ton, Farbe, Duft, Berührungen, Tanz und bewegter Architektur. Skrjabin wollte dieses Gesamtkunstwerk, eine Synthese sämtlicher Künste, in Indien unter einer Halbkugel mit 2.000 Mitwirkenden so lange aufführen, bis die gesamte Menschheit das sogenannte Mysterium erlebt hätte und in kollektive Ekstase versetzt worden wäre. Dies, so glaubte Skrjabin, hätte die Menschheit auf eine höhere Bewusstseinsstufe gehoben, mit ihm selbst als die messianische Figur in ihrer Mitte.

10.09.2009

Ein Klavierkonzert mit Katze

Der litauische Dirigent Mindauges Piecaitis hat ein Orchesterstück geschrieben, bei dem die Katze Nora den Hauptteil übernimmt. Das sogenannte CATcerto ist das erste Stück, bei dem eine Katze als Klaviersolistin mitspielt.

Ein Interview mit dem Komponisten findet man bei der Badischen Zeitung und ein vollständiges Video gibt es bei YouTube.

http://www.youtube.com/v/zeoT66v4EHg&hl=de&fs=1&
8.08.2009