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Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Wolfgang Amadeus MozartEr gehört zu der Wiener Klassik und ist einer der bekanntesten Komponisten. Er schuf in beinahe allen Musikgattungen Werke, die noch heute beliebt sind. Seit seinem Auftreten erhält der Begriff des Genies eine neue Bedeutung. Er galt als Wunderkind und gilt heute noch als musikalisches Wunder.

Mozart wurde 1756 in Salzburg in einer Musikerfamilie geboren. Er hatte keine Bildung an einer Schule und hatte auch sonst keine reguläre Ausbildung. Sein Vater Leopold Mozart (1719 – 1787) bildete ihn jedoch von frühester Zeit an. Er galt als Wunderkind, seine Prägung brachte ihn zu dem Kontakt von anderen Künstlern. Er ist das berühmteste Beispiel für einen kreativen Künstler, der schon von frühester Zeit spielerisch lernte, was andere Jahre später mühsam erarbeiten müssen.

Seit 1762 unternahm der Vater mit seinen beiden Kindern Konzert- und Präsentationsreisen durch viele Städte und Fürstentümer Europas: Münschen, Wien, Augsburg, Heidelberg, Mainz, Frankfurt am Main (wo ihn Goethe hörte), Aachen, Brüssel, Paris (wo 1764 die ersten Kompositionen gedruck wurden), weiter nach London (wo er Johann Christian Bach kennenlernte), Lille, Gent, Antwerpen, Den Haag, dann nach Amsterdam, Utrecht, nochmals Paris, Lyon, Genf, Lausanne, Bern, Zürich, Ulm und nochmals München. Nach Ende 1766 kehrte Mozart als zehnjähriger Heim. Seine Reisen schafften ihm Berühmtheit.

Ein Jahr später ging es wieder nach Wien an den Kaiserhof. Die Oper “La finta semplice” entstand, 1769 aufgeführt. Wolfgang Amadeus Mozart wurde zu dieser Zeit zum Konzertmeister ernannt. Im Dezember reiste er in den Süden ab: nach Verona, Mantua, Mailand, Bologna, nach Florenz, nach Rom, Neapel und wieder nach Rom (wo er mit einem päpstlichen Orden geehrt wurde), nochmals nach Bologna (wo er examiniert und als “compositore” in die “Accademia dei Filarmonici” aufgenommen wurde) und nach Mailand. Im März 1771 traf er als fünfzehnjähriger wieder in Salzburg ein, war aber im Herbst wieder in Mailand.

Kurze Reisen nach Wien 1773 und München 1775 brachten zwar Erfolge, aber keine Aussicht auf eine bessere Anstelung als den immer geliebten Dienst in Salzburg unter einem zunehmend verhassten Dienstherrn. Wien und München lockten zwar, konnten aber keine feste Anstellung bieten. Der Kirchendienst befriedigte Mozart immer weniger, seine Erfolge als Pianist, Geiger und Komponist gelangen ihm anderswo besser als am engen Salzburger Hof. Vor allem die Oper wurde anderenorts verlockend gepflegt. 1777 kam es zum Abschied von Salzburg und zu einer Reise mit der Mutter nach Augsburg und Mannheim, wo es ein berühmtes Orchester gab.

Auf Drängen des Vaters reiste Mozart 1778 weiter nach Paris als aufstrebender Virtuose und Komponist. Der gewünschte Erfolg war jedoch nur bescheiden, seine Mutter erkrankte und starb. Die Heimkehr 1779 ohne Mutter war eine traurige Wiedereinstellung als Konzertmeister am Hof des Fürsterzbischofs. Mozart war dort gelandet, wovor er geflohen war. Ein Opernauftrag aus München (“Idomeneo”) und ein Aufenthalt in Wien waren die letzten Stationen vor dem endgültigen Bruch mit Salzburg und dem verhassten Dienst am Hof des Kirchenfürsten. 1781 wurde Mozart selbstständig als Virtuose, Lehrer und Komponist in Wien.

Mozart war hiermit der einer der ersten freischaffenden, bürgerlichen Komponisten in Wien. Er verdiente durchweg sehr gut, verspielte jedoch viel Geld und verschuldete sich häufig. Constanze, seine Frau, brachte sechs Kinder hervor, von denen allerdings nur zwei überlebten. Anstelle der Kirchenmusik, nahm jetzt die Oper einen großen Raum in seinem Schaffen ein. Hier liegt auch seine große Bedeutung – bis heute.

Von seinen Opern (opera seria, opera buffa, Singspiel) wird heute noch etwa die Hälfte regelmäßig aufgeführt. Fünf (Die Entführung aus dem Serial – Die Hochzeit des Figaro – Don Giovanni – Cosí fan tutte – Die Zauberflöte) gehören zum engsten Konzertrepertoire. Hervorragend sind auch seine 25 Klavierkonzerte. Mozart bediente sich so gut wie allen Gattungen: an die 40 Sinfonien, fünf Violinkonzerte, Klavier- und Violinsonaten, Trios, Quartette und Quintette, auch mit Blasinstrumenten (Flöte, Klarinette) und Klavier. Dazu Serenaden für Streicher, Bläser und Divertimenti – mit den Merkmalen von Unterhaltungs- und Tafelmusik. Die Sololieder sind eine Vorstufe zu den Liedern Schuberts oder Schumanns.

Bedeutenste Werke:

  • Die drei Opern nach Texten von Da Ponte (“Le Nozze di Figaro”, “Don Giovanni”, “Così fan tutte”)
  • “Die Zauberflöte”
  • die beiden letzten Sinfonien (g-Moll, Jupiter)
  • das Klarinettenkonzert
  • das Requiem

Bekanntesten Werke:

  • Die kleine Nachtmusik
  • der türkische Marsch aus der Klaviersonate in A-Dur
  • das “Ave verum”
  • zahlreiche Opernmelodien, etwa “Reich mir die Hand, mein Leben”
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