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Robert Schumann (1810 – 1856)

Robert SchumannDie Verknüpfung von Musik und Poesie charakterisiert den doppelt begabten Künstler. Seine Kompositionen sind wie komponierte Gedichte: poetische Tongebilde, musikalische Miniaturen, Lieder ohne Worte, wie sie bei Mendelssohn heißen. All das prägt sich auch auf die Kammermusik und Sinfonik aus.

Er wurde in Zwickau geboren. Sein Vater war Buchhändler. Bereits als Kind zeigte er sich musikalisch als auch literarisch begabt. Mit 18 Jahren begann er ein Jurastudium in Leipizig, hatte Klavierunterricht bei dem angesehenen Pädagogen Friedrich Wieck und wandte sich dann schließlich der Musik zu. Ab 1830 schrieb er Klavierwerke wie Papillons, Davidsbündlertänze, Carnaval, Kinderszenen, Kreisleriana, Novelletten und Nachtstücke. Seine Pianistenkarriere wurde 1832 durch eine Fingerlähmung aufgrund exzessivem Training beendet. 1834 gründete er die Neue Zeitschrift für Musik.

1840 heiratete er Clara Wieck, Tochter seines Lehrers. Es entstanden viele Lieder, darunter der berühmte Zyklus “Dichterliebe” nach Texten von Heinrich Heine. Danach entstanden vor allem größere Kompositionen, von der Kammermusik bis zur Sinfonie. 1843 wurde er Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium. 1844 ließ er sich in Dresden nieder und reiste nach Russland, 1850 wurde er Musikdirektor in Düsseldorf, 1853 begann seine Freundschaft mit Brahms, 1854 brach seine schon lange schwellende Krankheit aus. Er wurde nach einem Suizidversuch in eine psychiatrische Anstalt in Endenich bei Bonn gebracht, wo er 1856 starb.

Eine wichtige Rolle spielte Robert Schumann als Autor zahlreicher Artikel, vor allem in der Neuen Zeitschrift für Musik. Dort wurden neue Komponisten vorgestellt und bereits verstorbene dem Publikum näher gebracht.

Clara Schumann (1819 – 1896) überlebte ihn um 40 Jahre. Sie pflegte die Freundschaft zu Brahms, der ihn in der Klinik besuchte. Sie selbst hat ein beachtliches Werk hinterlassen und war als Klaviervirtousin sehr geschätzt. Acht Kinder hatte sie zu versorgen.

Ein Höhepunkt ist das Klavierkonzert. Für Pianisten sind die beiden Klaviersonaten, die große Fantasie in C-Dur, die sinfonischen Etüden und ein groß angelegtes Konzert ohne Orchester 1836 komponiert, 1853 revidiert als 3. Klaviersonate. Seine vier Sinfonien und ein poetisches Cellokonzert sind ebenfalls von hoher Bedeutung. Die Kammermusik mit und ohne Klavier – Violinsonaten, Trios, Quartette und Quintett – wird gerne gespielt. 300 Lieder komponierte Robert Schumann. Seine Oper “Genoveva” und sein Oratorium “Das Paradies und die Peri” werden häufig gerühmt. Gleiches gilt für die oratorienhaften Szenen aus Goethes “Faust”.

Bedeutensten Werke:

  • die Liederzyklen “Dichterliebe” und “Frauenliebe und -leben”
  • die Klavierzyklen “Kinderszenen” und “Waldszenen”
  • das Klavierkonzert

Bekanntesten Werke:

  • Träumerei aus den “Kinderszenen”
  • Digg
  • Sphinn
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