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Johannes Brahms (1833 – 1897)

Johannes BrahmsEr war als selbstkritischer und anspruchsvoller Komponist absoluter Musik auf konservativ hohem Niveau: Er war abseits der Oper einer der ganz Großen.

Johannes Brahms wurde in Hamburg als Sohn eines Musikers geboren, hatte frühe Auftritte als Zehnjähriger und unternahm seine erste Konzertreise mit 20 Jahren. Er lernte das Ehepaar Schumann kennen und befreundete sich mit ihnen. Seine übergroße Selbstkritik war die Ursache, dass er immer wieder Werke verwarf und mehrfach überarbeitete. Das galt schon für sein erstes Klavierkonzert, das er 1857 vollendete. In den Jahren darauf arbeitete er als Chorleiter in Detmold und Hamburg, von 1863 bis 1864 leitete er die Wiener Singakademie. 1868 führte er sein Deutsches Requiem in Bremen auf und entschied sich nach Wien zu ziehen. Von 1872 bis 1875 war er künstlerischer Direktor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1873 konnte er die Haydn-Variationen aufführen. 1877 unternahm er eine Reise nach Italien.

Er beschäftigte sich ausführlich mit historischen Werken, bzw. Musik vergangener Epochen. Seine Studien galten vor allem der Wiener Klassik, dem Vorbild Beethovens und den großen Meistern wie Palestrina und Bach. Brahms wagte sich erst spät an die Form der Sinfonien. Seine vier Sinfonien entstanden erst in der Zeit von 1875 bis 1885. 1878 wurde das Violinkonzert, 1881 das 2. Klavierkonzert und 1887 das Doppelkonzert für Violine und Violincello vollendet. 1886 wurde Brahms voom Wiener Tonkünstlerverein zum Ehrenpräsidenten ernannt. Kurz vor seinem Tod komponierte er noch Choralvorspiele für Orgel und die vier ernsten Gesänge über biblische Texte.

Brahms wollte seine Musik als Poesie in Klängen, ohne Programmmusik, verstehen. Das gilt für seine Sinfonien und Solokonzerte, als auch für die besonders reichhaltige Kammermusik samt den beiden Serenaden. Mehr als 200 Liede komponierte Brahms, außerdem Deutsche Volkslieder, die Zigeunerlieder und die Ungarischen Tänze, sowohl für Klavier vierhändig als auch in späterer Orchesterfassung.

Für das Klavier komponierte Brahms drei Sonaten und mehrere Zyklen von Klavierstücken: die Variation sowohl für Klavier über Themen von Händel, Paganini als auch für Orchester über ein Thema, das er bei Haydn fand. Seine beiden Overtüren in der Sinfoniemusik. Das Deutsche Requiem ist ein Sonderfall: keine Totenmesse, sondern eine große sinfonische Trauerkantate über Bibeltexte in Übersetzung Martin Luthers. Außerdem komponierte er die Altrhapsodie für Altsolo, Männerchor und Orchester nach einem Text von Goethe. Nicht zu vergessen sind die Liebesliederwalzer, die einen heiteren Charakter haben.

Bedeutenste Werke:

  • Deutsches Requiem
  • Ungarische Tänze
  • die beiden Streichsextette
  • die Deutschen Volkslieder

Bekannteste Werke:

  • Guten Abend, gute Nacht
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
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