Zwischen Genie und Wahnsinn
Eigentlich wollte ich diesen Artikel nicht mit seinem Namen verbinden, aber ich habe mich doch entschieden, es zu tun. Robert Schumann litt an einer schweren psychischen Krankheit. Es ist umstritten, ob er eine Schizophrenie gehabt hatte, am häufigsten wird ihm eine manische Depression zugeschrieben. Doch in wiefern stehen psychische Krankheiten mit Kreativität und Genie im Zusammenhang?
Auch Wolfgang Amadeus Mozart konnte kaum still sitzen, musste bei Hofe eine unangemessene Ausdrucksweise wähen. So unterzeichnete er in einem Brief mit dem Ausdruck “Herzlichst Ihr Süssmaier Scheißdreck”. Forscher lassen vermuten, dass er am Tourette-Syndrom litt. Einer Krankheit, die durch unkontrollierbare Tics und Zwänge gekennzeichnet ist.
Im Gehirn befindet sich ein Botenstoff, nämlich “Dopamin”. Er ist dafür zuständig, dass Signale weitergeleitet werden. Je mehr Dopamin vorhanden ist, desto mehr Assoziationskraft steckt in uns. Ist dieser Stoff im Gehirn übermäßig aktiv, so ist man kreativ. Zuviel davon kann allerdings schaden. Interessant in diesem Zusammenhang ist folgendes BBC Video, das einen Pianisten vorstellt, der am Tourette-Syndrom leidet. Man geht davon das, dass beim Tourette-Syndrom, sowie bei Depressionen und Schizophrenie, ein Unangleichgewicht an Botenstoffen vorhanden ist. Nick van Bloss ist jedenfalls ein Genie am Klavier.
Statistisch gesehen erkranken Schriftsteller, Künstler und Musiker überdurchschnittlich an Depressionen. Besonders die Cyclothymie – eine manische-depressive Erkankung – überfallt sie häufiger.
Es hört sich so an, als sei Dopamin eine Wunderdroge, die uns zu mehr Kreativität verleiten kann. Doch ein Überschuss davon kann uns krank machen. So stellt sich die Frage, inwiefern und ob Komponisten, die eine psychische Erkrankung hatten, ihre Werke überhaupt komponieren konnten. Sind Genie und Wahnsinn wirklich so eng beieinander?
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Ein Kommentar zu “Zwischen Genie und Wahnsinn”
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17.06.2010 um 20:32
der artikel ist wirklich sehr interessant,
ich bin durch zufall darauf gestoßen…
Ich denke das Musik in einer Gleichgültigen phase, zumindest in einer gefühlsmäßigen umsetzung seine grenzen hat. nämlich das diese nicht erreicht werden kann. Man muss die Musik füllen sei es leidenschaft, tief geprägte trauer..eben diese Gefühle muss man kennen viel eher aber noch man muss sie Leben. Deshalb denke ich das diese Künstler nur mit diesem Extrem der Krankheit umgehen können wenn sie als ausgleich das Extrem (das wundervolle) der Musik benutzen denn nichts kann das Gleichgewicht darin halten es zu waren und auszudrücken..es ist nur mit Musik möglich. Und auch ist es möglich damit zu leben egal wie stark es einen Beeinflusst ich denke das viele Menschen sich das nicht vorstellen können aber Musik kann jede Lücke füllen auch wenn sie dabei ist das Leben zu entleeren denke ich das die Musik/das Stück umso mehr mit Liebe und Fülle geprägt ist.
Ohne das würde der Künstler dem Warnsinn verfallen. denke ich. Das ist das besondere. Was ich daran schätze .
nen Gruß
Vanessa