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Klavieraufnahmen mit Audacity verbessern

Audacity ist ein kostenloses Programm zur Audiobearbeitung. Man kann es bei Sourceforge kostenlos runterladen. Dieser Artikel handelt davon, wie man seine Klavier Aufnahmen klanglich verbessern und bearbeiten kann.

Zunächst markiert man mit der Maus die Stellen, an denen der unnötige Anfang ist löscht sie mit der ENTF-Taste. Das gleiche macht man mit dem Ende.

Wenn die Aufnahme zu leise ist, markiert man sie mit STRG + A und wählt unter Effekt -> Normalisieren. Es dauert eine Weile, bis das Programm die Aufnahme normalisiert hat.

Weiterhin ist der Kompressor nützlich. Er schränkt den Dynamikumfang des Signals ein und macht das klangliche Bild deutlicher. Zu finden ist er bei Audacity unter Effekt -> Kompressor. Man muss wieder die gesamte Aufnahme mit STRG + A markieren, bevor man den Kompressor einsetzt.

Zu guter letzt ist auch der Equalizer von Nutzen. Er filtert verschiedene Frequenzen raus oder verstärkt sie. Zu finden ist er bei Audacity unter Effekt -> Equalizer. Ich wähle da die acoustic-Einstellung, indem ich das acoustic-Preset klicke und dann auf “Kurve laden” klicke.

Die Aufnahme ist jetzt viel deutlicher und brauchbarer geworden. Zur Diskussion steht auch der Thread Klavier aufnehmen im Forum bereit.

27.02.2010

TV-Tipp: Einen ganzen Abend Chopin auf Arte

Am Montag, den 1. März 2010 ab 20:15 Uhr widmet der Fernsehsender ARTE dem polnischen Komponisten Frédéric Chopin zum 200. Geburtstag einen Themen-Abend.

Gesendet werden eine sehenswerte Filmbiografie, das aufgezeichnete Galakonzert vom 27.2.  aus Warschau sowie ein Konzert der 24 Préludes.

20:15 Die Kunst des Frédéric Chopin

Der französische Regisseur Gérard Caillat lädt ein zu einer Reise durch das Leben und das Werk des Mannes, der mit seinem Werk die Musikgeschichte und insbesondere die Geschichte des Klaviers nachhaltig geprägt hat: Frédéric Chopin.

21:10 Galakonzert zum 200. Geburtstag Frédéric Chopin aus Warschau

ARTE zeigt das am Samstag, den 27. Februar 2010, in der Warschauer Philharmonie aufgezeichnete Galakonzert der Meisterpianisten Evgeny Kissin und Nikolai Demidenko. Durch den Abend führt Annette Gerlach.

22:35  Alexei Volodine spielt die “24 préludes” Op. 28 von Chopin

Aufzeichnung eines Konzerts, das Alexei Volodin am 29. Januar 2010 bei der 16. „Folle Journée de Nantes“ gegeben hat.

Viel Spaß beim zusehen!

27.02.2010

Klavier aufnehmen – Zoom H2

Diesese sehr kleine, aber feine Gerät ist sehr praktisch, um Klavieraufnahmen zu machen: Der Zoom H2. Da ich in dem Besitz von diesem kleinen Aufnahmegerät bin, möchte ich einen Erfahrungsbericht schreiben.

Der Zoom H2 ist der Vorläufer des Zoom H4n und bietet eine Reihe von Fuktionen, die man zwar sowieso nicht nutzt, aber dennoch brauchbar sind. Der Zoom H2 ist nicht nur für Klavieraufnahmen, sondern auch für andere Instrumente oder Bandaufnahmen geeignet. Er lässt sich gut mitnehmen, weil er erstens in jede Hosentasche passt und zweitens außer dem Netzteil- auch den Batteriebetrieb anbietet. Das Gerät hat 3 Mikrofone, sodass man sogar 4-kanäligen Surround-Sound aufnehmen kann. Doch das ist nur Schnick Schnack.

Zurück zum Thema Klavier aufnehmen. Ich platziere dieses Aufnahmegerät auf einem Stativ ca. 50 cm über dem Klavier und zwar so, dass die beiden hintere Mikrofone (ein weiteres Mikrofon befindet sich vorne) auf das Klavier zeigen. Den Mikrofon Gain (= Verstärkungsfaktor) stelle ich auf Middle.

Nun fang ich an zu spielen und schaue, was die Anzeige des Zoom H2 macht. Ist sie zu hoch, drücke ich ein paar mal die linke Pfeiltaste. Ist sie zu niedrig, drücke ich ein paar mal die rechte Pfeiltaste. Den Kompressor, bzw. Limiter stelle ich Menü ganz aus, der ist sowieso nicht brauchbar.

Der Zoom H2 ist das praktischste Gerät, das mir unter die Finger gekommen ist. Es gibt zahlreiche andere Aufnahmegeräte, allerdings sind die Funktionen nicht so gut verpackt wie in diesem Gerät. Der Preis ist für so ein Aufnahmegerät auch in Ordnung. Einziges Mängel ist das Design des Gerätes. Es ist aus Kunststoff und wirkt recht billig. Aber das stört ja nicht, sofern es dem Zweck des Aufnehmens dient.

Die Einstellungen für das Klavier sind nun fertig. Nun fange ich an aufzunehmen, indem ich zweimal auf den roten Knopf drücke. Das Spiel kann beginnen.

Sobald ich fertig bin, drücke ich nochmals auf den roten Knopf. Jetzt kann man den Zoom H2 mit dem PC verbinden und sich die Aufnahmedatei auf den Rechner kopieren. Das ganze wird nun mit Audacity editiert. Wie das geht und wie man den Sound verbessern kann, erzähle ich bald im Klavier-Blog.

Zur Diskussion steht auch der Thread Klavier aufnehmen im Forum bereit.

27.02.2010

Sviatoslav Richter

In diesem Artikel möchte ich einen bekannten, russischen Pianisten ehren. Sein Name war Sviatoslav Richter. 1915 wurde er geboren. Im Gegensatz zu vielen anderen Pianisten brachte er sich das Klavier spielen selbst autodidaktisch bei, er erhielt erst im Alter von 22 Jahren Unterricht bei Heinrich Neuhaus am Moskauer Konservatorium. Einer seiner Kommilitonen war Emil Gilels.

In Moskau lernt er den Komponisten Sergej Prokofjew kennen, dessen 6. Sonate er 1942 zur Uraufführung brachte. Später folgten noch die 7. und 9. Sonate, die dem legendären Pianisten Richter gewidmet wurde.

Sein Debüt gab er am 19. Oktober 1960 in der Carnegie Hall in New York. Es folgten Auftritte in Europa, 1971 in Deutschland.

Richters Gedächtnis ist phänomenal. Er konnte fast die gesamte Klavierliteratur auswendig spielen. Seine Schallplattenaufnahmen sind legendär.

1997 stirbt Richter in Moskau.

Die Dokumentation “Sviatoslav Richter – The Enigma” auf DVD umfasst seine Biografie und sein Leben als Pianist. Es werden Konzertaussschnitte von Richters Spiel gezeigt. Am Ende des Films sagt Richter, dass er fast überall gespielt hatte, glücklich war er jedoch nicht.

Für mich bleibt er der legendäre Pianist. Sein Spiel ist außerordentlich Kraftvoll, seine Virtuosität ist brilliant und sein Klavierspiel ist einzigartig. Ich kenne keinen anderen Pianisten, der mit solcher prächtigen Kraft spielt. Überzeugt euch selbst von diesem Video.

26.02.2010

Schwierigkeitsgrade von Klavierstücken

Es ist immer so eine Sache, wenn man Musik bewerten will. Kann Musik überhaupt bewerten? Ist ein Stück unbedingt besser als ein anderes? Ähnlich sieht es mit der Bewertung von Schwierigkeitsgeraden, bzw. Schwierigkeitsstufen von Klavierwerken aus. Es ist nun mal alles nur subjektiv gesehen.

Eine Liste gibt es unter folgender Adresse: piano-e-forte.de. Die Liste zeigt zwar nicht alle möglichen Werke an, ist aber ein guter Bezugspunkt für bekanntere Werke. Die Suche beschränkt sich leider nur auf den Komponisten. Doch trotzdem ist es eine feine Sache.

Eine andere Liste gibt es nicht im Internet, jedoch in dem Buch “Handbuch der Klavierliteratur – Klaviermusik zu zwei Händen“. Das Buch zeigt nicht nur die Schwierigkeitsgerade der jeweiligen Stücke an, sondern ist noch eine Begleitinformation zu Etüden, Klavierschulen. Es bespricht auch weitere Informationen zu den Werken wie z. B. die Entstehung der Werke und Bezüge zu anderen Werken.

Trotz allem kann man meiner Meinung nach Klavierliteratur nicht nach ihrem Schwierigkeitsgrad bemessen. Jeder Klavierspieler oder Pianist muss selbst damit klar kommen, seine Hürden zu meistern.

26.02.2010

Zwischen Genie und Wahnsinn

Eigentlich wollte ich diesen Artikel nicht mit seinem Namen verbinden, aber ich habe mich doch entschieden, es zu tun. Robert Schumann litt an einer schweren psychischen Krankheit. Es ist umstritten, ob er eine Schizophrenie gehabt hatte, am häufigsten wird ihm eine manische Depression zugeschrieben. Doch in wiefern stehen psychische Krankheiten mit Kreativität und Genie im Zusammenhang?

Auch Wolfgang Amadeus Mozart konnte kaum still sitzen, musste bei Hofe eine unangemessene Ausdrucksweise wähen. So unterzeichnete er in einem Brief mit dem Ausdruck “Herzlichst Ihr Süssmaier Scheißdreck”. Forscher lassen vermuten, dass er am Tourette-Syndrom litt. Einer Krankheit, die durch unkontrollierbare Tics und Zwänge gekennzeichnet ist.

Im Gehirn befindet sich ein Botenstoff, nämlich “Dopamin”. Er ist dafür zuständig, dass Signale weitergeleitet werden. Je mehr Dopamin vorhanden ist, desto mehr Assoziationskraft steckt in uns. Ist dieser Stoff im Gehirn übermäßig aktiv, so ist man kreativ. Zuviel davon kann allerdings schaden. Interessant in diesem Zusammenhang ist folgendes BBC Video, das einen Pianisten vorstellt, der am Tourette-Syndrom leidet. Man geht davon das, dass beim Tourette-Syndrom, sowie bei Depressionen und Schizophrenie, ein Unangleichgewicht an Botenstoffen vorhanden ist. Nick van Bloss ist jedenfalls ein Genie am Klavier.

Statistisch gesehen erkranken Schriftsteller, Künstler und Musiker überdurchschnittlich an Depressionen. Besonders die Cyclothymie – eine manische-depressive Erkankung – überfallt sie häufiger.

Es hört sich so an, als sei Dopamin eine Wunderdroge, die uns zu mehr Kreativität verleiten kann. Doch ein Überschuss davon kann uns krank machen. So stellt sich die Frage, inwiefern und ob Komponisten, die eine psychische Erkrankung hatten, ihre Werke überhaupt komponieren konnten. Sind Genie und Wahnsinn wirklich so eng beieinander?

25.02.2010

Der Gitarren-Blog

Nein, hier geht es außnahmsweise nicht um das Klavier, sondern um ein anderes Instrument, das ebenfalls Saiten hat: Die Gitarre.

Auf Gitarren-Blog.de findet man in Blogform interessante Sachen zum Thema Gitarre. Ob man nun Tipps oder Tricks sucht oder gitarrenbezogene Videos anschauen möchte, man findet dort alles, was das Gitarrenherz begehrt. Außerdem kann man sich für einen Newsletter anmelden, der einem Fingerübungen zuschickt.

Wenn ich Gitarre spielen würde, dann würde ich diese Seite regelmäßig besuchen.

Zur Seite: Gitarren-Blog.de

24.02.2010

Musiksuche im Internet

Musikstücke im Internet aufzuspüren und vergleichen war bisher noch nicht möglich. Das haben jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik ermöglicht.

Der Multimodal Music Player schafft es, im Internet nach Musik zu fahnden. Ein paar Takte genügen dem Player, sodass er die Datenbank nach der zugehörigen Partitur oder eine Reihe verschiedener Tonaufnahmen durchsucht. So kann man etwa die Interpretation von Barenboim oder Bernstein vergleichen, indem man, während das Stück erklingt, zwischen den Interpretationen hin- und herwechselt.

24.02.2010

Tipps zum Vom-Blatt-Spielen (Prima-Vista)

Das Prima-Vista-Spiel, kommt aus dem italienischen und heißt »Beim-Ersten-Sehen«. Es ist sehr nützlich, um neue Klavierliteratur schneller zu erlernen, deswegen habe ich ein paar Tipps zusammengetragen, wie man anfangen und weiter fortschreiten kann.

Wie fängt man mit dem Vom-Blatt-Spielen an?

Es reicht, dass man sich ein Heft kauft, das nicht allzu schwere Stücke beinhaltet. Mein Tipp wäre da die Russische Klavier Schule Band 1 und die Russische Klavierschule Band 2. Für den Anfang reicht Band 1 vollkommen aus. Man sucht sich ein Stück aus und fängt erstmal nicht an zu spielen. Warum?

Aufbau und Struktur

Weil man sich erst anschaut wie das Stück aufgebaut ist. Man sollte sich hierbei ruhig eine Minute Zeit lassen. Dabei beachtet man folgende Faktoren:

  • Welche Vorzeichen hat das Stück?
  • Wie sieht die Struktur aus (A – B – A)?
  • Welche Bezeichnungen gibt es in Punkto Dynamik, Tempo und Artikulation?
  • Wo finden sich heikle Stellen?

Noten Lesen

Als nächsten Schritt geht man durch die Noten durch. Das Unterbewusstsein wirkt dabei mit, man prägt sich unbewusst die Noten ein. Erst jetzt fängt man an zu spielen.

Während des Spiels

Während des Spiels versucht man im Voraus zu denken. Man liest sowohl die aktuelle Stelle mit, als auch das, was danach kommen wird. Sofern man einen Fehler gemacht hat, wiederholt man sich nicht, sondern versucht durch die Fehler hindurchzuspielen und im Tempo zu bleiben.

Der Rückblick

Erst jetzt, wenn man Ende des Stücks angekommen ist, kann man sich einen Rückblick verschaffen. Wo waren Stellen, die nicht geklappt haben? Habe ich alle musikalische Vortragsbezeichnungen beachtet? Sofern etwas einem nicht gelungen ist, wiederholt man das Prima-Vista-Spiel mit dem gleichen Stück und konzentriert sich besonders auf die Stellen, die nicht geklappt haben.

Prima-Vista-Spieler haben oft das Problem, vor jemanden Vom-Blatt zu spielen. Das muss auch geübt werden. Nach dem fünften oder sechsten Mal klappt es dann plötzlich wie Wunderhand. Es gilt mal wieder: Übung macht den Meister!

23.02.2010

Klavier-Handschuhe, die man nicht braucht

Eine tolle und gleichzeitig nutzlose Erfindung sind diese Klavierhandschuhe. Mit ihnen kann man einfach – ohne Klavier – Klavier spielen. An den Fingerkuppen sind Drucksensoren angebracht, die erkennen, welcher Ton angeschlagen wurde. Das Signal wird an eine kleine Box weitergeleitet, die dann den Klang ausgibt. Mit einer Bewegung im Handgelenk geht man eine Oktave höher.

Ich habe diese Handschuhe nicht ausprobiert, allerdings scheinen sie nur ein Gag zu sein. Professionell Klavier spielen kann man damit nicht und Klavier üben schon mal gar nicht. Wer trotzdem so etwas haben will, der möge sein Geld zum Fenster rauswerfen.

Apropos Klavierhandschuh – hast du schon mal versucht mit einem gewöhnlichen Handschuh Klavier zu spielen? Man erhält ein völlig anderes Spielgefühl.

23.02.2010
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