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Die Rolle der Atmung beim Klavier spielen

Die Atmung steht in enger Beziehung zur An- oder Entspannung und es sollte ihr deshalb spätestens dann Aufmerksamkeit geschenkt werden, wenn Angst und Anspannung sie beeinträchtigen. Häufig wird die Atmung gar nicht beachtet und es passieren unwillkürliches Luftanhalten und gepreßte Atmung. Die Atmung verändert sich zwangsläufig mit den Anforderungen des Musikstücks. Es ist nicht immer eine gleichbleibende Atmung anzustreben. Die Atmung sollte genauso kontrolliert werden, wie die An- und Entspannung der Muskulatur.

Die Atmung kann das rhythmische Geschehen unterstützen (z. B. Einatmen vor einem Auftakt) oder eine andere musikalische Gestaltung (z. B. ein crescendo oder ein decrescendo) verdeutlichen. Das Einatmen kann auch als Einsatzzeichen beim gemeinsamen Spiel sein oder den Beginn beim solistischen Spiel vorbereiten. Wenn ich anfange zu sprechen, dann hole ich ebenfalls tief Luft. Die Atmung kann auch eine emotionale Stütze sein, d. h., es wird “im Affekt des Musikstückes” eingeatmet.

Es kann demnach sehr nützlich sein, beim Üben auf die Atmung zu achten. Somit ist die Atmung beim Klavier spielen ein nicht unwichtiger Bestandteil.

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13.09.2009

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