Die richtige Haltung am Klavier
Oft ist es so, dass der Rücken beim Klavier spielen nach einiger Zeit verspannt. Das liegt meistens daran, dass man am Klavier falsch sitzt. Die richtige Haltung ist nämlich ein wichtiger Punkt beim Klavierspielen.
Man sollte am Klavier gerade sitzen und zwar so, dass man auf die Noten sehen kann. Die Finger werden auf die Tasten gelegt, das Handgelenk sollte auf der Höhe der Fingergelenke sein.
Auf dem Klavierhocker wird möglichst mittig gesessen. Die Höhe des Klavierhockers sollte so eingestellt werden, dass der Ellenbogen auf der Höhe des Handgelenks ist. Der Ellenbogen sollte ein wenig vom Körper abstehen.
Die Entfernung vom Klavier sollte so aussehen, dass wenn man bei Hände mit Fäusten ausstreckt, man das Klavier berühren sollte. Der Bauchnabel (kein Scherz) sollte auf der Höhe des eingestrichenen d’ sein.
Die Handhaltung sollte locker sein. Die Finger sind im 45° Winkel gebogen. Alle Finger sollten sich auf jeweils einer weißen Taste befinden. Es gibt natürlich Situationen beim Klavier spielen, wo die Finger einen anderen Winkel bilden müssen, dieser Winkel ist nur die Grundlage für das richtige Klavierspiel.
Die richtige Haltung am Klavier ist deswegen genauso wichtig wie das Klavier spielen selbst, weil eine entspannte Sitzhaltung für den Klang von enormer Bedeutung ist.
Notenpapier zum Download als PDF
Wer etwas komponieren möchte oder einfach etwas Noten kritzleln möchte, der kann eins von folgenden Notenblättern downloaden.
- 8 Zeilen Blanko Notenpapier
- 10 Zeilen Blanko Notenpapier (Standard)
- 14 Zeilen Blanko Notenpapier
- 16 Zeilen Blanko Notenpapier
Hin und wieder fehlt nun mal ein Notenblatt. Für das schnelle Ausdrucken zwischendurch habe ich diese hier reingestellt.
5 Tipps gegen Podiumsangst oder Lampenfieber
Bei Vorspielangst oder Lampenfieber beschleunigt sich der Puls, die Hände werden feucht und fangen an zu zittern, der Mund wird trocken, ein Engegefühl in der Brust macht sich breit. Angst bedeutet ein Engegefühl, aus dem lateinischen angustus = eng. Das Denken verändert sich, es tauchen Überlegungen auf, was alles schief gehen könnte oder schlechte Erinnerungen kommen hoch.
Anstatt sich auf die Musik zu konzentrieren, verteilt sich die Aufmerksamkeit auf die Angst mit einem hohen prozentualen Anteil. Die Angst zu bekämpfen ist der falsche Weg, doch den Umgang damit zu lernen ist der Richtige.
Die Ursachen der Podiumsangst bilden sich aus den individuellen Erfahrungen. Da wären zum Beispiel die Erwartungen unserer Eltern, die Erinerrung an die Schule mit der Pflicht, gute Leistungen zu erbringen, das Erlebnis etwas darstellen zu wollen und dabei ausgelacht zu werden. Durch solche Erfahrungen sammeln sich die negativen Gedanken.
Ich darf niemals einen Fehler machen.
Wenn ich einen Fehler mache, werde ich ausgelacht.
Es ist schlecht, wenn ich nicht anerkannt werde.
Man kann gegen diese Podiumsangst, bzw. Lampenfieber erfolgreich vorgehen durch folgende Aspekte:
- positive Gedanken fördern
- Angstphantasien vermeiden
- Entspannungstechniken anwenden
- Konzentration üben
- Vorstellen der Vorspielsituation
Positive Gedanken fördern
Anstatt die negativen Gedanken zu häufen, werden diese nun durch positive Gedanken ersetzt. Anstatt zu denken
Ich schaffe es nicht.
könnte dieser Gedanke durch folgenden ersetzt werden:
Es hat schon fünfzig mal geklappt, also wird es auch diesmal klappen.
Angstphantasien vermeiden
Manche Spieler häufen ihre Ängste und die Gedanken werden noch schlimmer. Diese Gedanken drehen sich im Kreis, es entsteht ein Teufelskreis. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, kann man seine negativen Gedanken zu Ende denken.
Ich werde mich verspielen.
Was passiert, wenn ich mich verspiele?
Man wird mich auslachen.
Wird man mich wirklich auslachen?
Nein. Es kann sogar sein, dass niemand den Fehler bemerkt.
Entspannungstechniken anwenden
Entspannungstechniken förden einen entspannten Zustand, sie lösen die Angst. Wer Entspannungstechniken sicher beherrscht, ist häufig in der Lage, vor einem der sogar noch während des Konzertes eine die Konzentration behindernde geistige Überregung abzubauen. Hierzu seien die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen und das autogene Training zu nennen.
Konzentration üben
Beängstigende Gedanken haben keinen Platz mehr, wenn sich die Konzentration ausschließlich auf die Musik richtet. Auch die Konzentration beim Üben muss geübt werden, damit später beim Auftritt die Gedanken nicht abschweifen und man plötzlich wieder auf die Angst gerichtet ist.
Hierzu ist das mentale Üben ein wichtiger Aspekt. Das mentale Üben ist eine hervorragende Möglichkeit, die Konzentration zu schulen. Es reicht nicht allein aus, sich zu sagen, dass man jetzt konzentriert ist. Man muss konzentriert sein und nicht nur denken, dass man sich jetzt in dem Moment konzentriert.
Vorstellen der Vorspielsituation
Manchmal kann es auch hilfreich sein, sich den Vorspielraum vorzustellen, bevor man ein Stück übt. Dort neben mir sitzt das Publikum, das Klavier steht dort, der Raum ist so und so groß, usw… Es ist auch hilfreich sich vorzustellen, wie die Hände zittern oder die Muskeln mehr angespannt werden. Diese Situation ist dann vor Publikum nicht mehr so stressig, als dass man ohne Vorbereitung losspielt.
Chopin als Banknote im Wert von 20 Zloty
Der Komponist Chopin, der selber zahllose Noten zu Papier brachte, schmückt nun in Polen eine Banknote miteinem Wert von 20-Zloty. Die von der polnischen Nationalbank herausgegebene Sondernote mit einem nominalen Wert von 20 Zloty (umgerechnet rund 5 Euro) schmückt mit Blick auf dessen 200. Geburtstag das Porträt des Komponisten.
Es werden ungefähr 100 000 Exemplare gedruckt, sie sollen vor allem Sammler ansprechen. Angeboten wird die Banknote im Internet zu Verkaufspreis von 25 bis 50 Zloty.
Komponistenporträt auf Banknoten sind nicht unüblich. Ein solches (Arthur Honegger) findet sich etwa auf der regulären Schweizer 20-Franken-Note.
Mehr auf www.kolekcjoner.nbp.pl
Gehörbildung am PC – Software Tipp
Wer an einem guten Gehörbildungsprogramm interessiert ist, sollte sich mal EarMaster 5 Pro anschauen. Das Gehörbildlungsprogramm bietet zahlreiche Features. Intervalle erkennen, Rhythmen lesen, Akkorde raushören, alles ist in diesem Programm untergebracht.
Die Übungen sind in ihrer Abfolge niemals gleich, die Schwierigkeitsstufen lassen sich
individuell an den eigenen Leistungsstand anpassen. Detaillierte statistische
Auswertungen über Tage, Wochen, Monate oder noch längere Zeiträume geben einen
schnellen Überblick über den Fortgang Ihrer Lernerfolge.
Das wichtigste an diesem Programm ist, dass es Spaß macht, von Übeeinheit zur nächsten Übeeinheit fortzuschreiten.
Die in EarMaster enthaltenen Tutoren (Standard- und Jazz-Tutor) mit zusammen 651 Lektionen richten sich bei der Schwierigkeit der Aufgabenstellung nach deinem Leistungsstand und sorgen daher für eine effektive und sinnvolle Schulung Ihres musikalischen Gehörs. Die einzelnen Lektionen mit einleitenden Tipps und Hinweisen sind in ihrer Abfolge niemals gleich und bieten daher lang anhaltenden Lernspaß. Außerdem kann man maßgeschneiderte Übungen entwerfen.
Klavier-Festival Ruhr droht Etat-Kürzung
Das Klavier-Festival Ruhr muss sich vom Jahr 2011 an auf eine drastische Budget-Kürzung einstellen. Im Initiativkreis Ruhr (IR) gibt es eine Diskussion darüber, ob die die Veranstaltung weiterhin so umfangreich mit Geld ausgestattet werden soll wie bisher.
Der Initiativkreis hat in diesem Jahr einen Gesamtetat von 2,6 Millionen Euro, mit allein annähernd der Hälfte davon schlägt nach NRZ-Informationen das Festival zu Buche. Das Klavier-Festival zählt jährlich bis zu 80 Konzerte. Am 6. März soll der Geschäftsführende Arbeitskreis des Initiativkreises in einer Sitzung über das IR-Budget für das Jahr 2011 entscheiden, bevor dann die Vollversammlung darüber abstimmt.
Klassische Musik heilt
Das habe ich in der Süddeutschen Zeitung erfahren. So hilft klassische Musik bei Ängsten oder Depression, sowie bei anderen psychischen Krankheiten. Das teilte die Deutsche Medizinische Wochenschrift mit. Doch nicht für alle Menschen ist klassische Musik ein Genuss. Manche sind dadurch überfordert, gestresst oder können sich nicht auf klassische Musik konzentrieren.
Das krasse Gegenteil bewirkt Heavy Metal und Technomusik. Diese erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck.
Wer sich also gesund hören möchte, der ist mit der klassischen Musik gut bedient.
Klavier spielen sonntags erlaubt
Das wird vor allem uns Klavierspieler freuen: Klavierspielen am Sonntag in der eigenen Wohnung kann nicht immer als Ruhestörung verboten werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden.
Ein Berliner wurde zu 50 Euro Bußgeld verurteilt, weil sein Tochter an einem Sonntag Klavier übte. Er wehrte sich – und hatte jetzt Erfolg.
Der Berliner wohnt mit seiner Frau und sechs Kindern in einem Reihenhaus in Berlin. Die Familie ist sehr musikalisch, die Tochter übt jeden Nachmittag rund ein Stunde am Klavier. Als die 16-Jährige an einem Sonntag im Februar 2008 Präludien und Französische Suiten von Bach übte, rief der Nachbar nach einer halben Stunde die Polizei und beschwerte sich.
Das Amtsgericht Tiergarten teilte einen Verstoß gegen das Berliner Landes-Immissionsschutzgesetz mit. Es besagt: «An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ist es verboten, Lärm zu verursachen, durch den jemand in seiner Ruhe erheblich gestört wird.» Der Vater der Klavierspielerin musste deshalb ein Bußgeld zahlen.
Das Bundesverfassungsgericht (Beschluss 1 BvR 2717/08) sah das nun anders. Zwar liege es «auf der Hand», dass das Musizieren in der eigenen Wohnung für die Nachbarschaft belästigenden beziehungsweise ruhestörenden Charakter haben kann. Im Urteil des Amtsgerichts könne der Bürger aber nicht klar erkennen, wann das Musizieren eine «erhebliche Ruhestörung» darstellt und damit ein Bußgeld droht. Das Amtsgericht habe die Entscheidung darüber, ob eine «erhebliche Ruhestörung» vorliegt, allein dem Polizeibeamten überlassen. Damit verletze das Urteil das «Bestimmtheitsgebot» des Grundgesetzes.
Das Urteil wurde von den Verfassungsrichtern folglich aufgehoben. Klavier spielen ist also sonntags erlaubt.
Yundi Li bei EMI unter Vertrag
Yundi Li, der chinesische Pianist, der bei der Deutschen Grammophonvor wenigen Jahren zu Gast gespielt hat, wird EMI-Classics-Künstler. Er kürzt seinen Namen auf «Yundi».
Yundi Li war im Jahre 2000 Gewinner des 14. Internationale Chopin-Wettbewerbes in Warschau. Er wil nun für EMI Classics sämtliche Solowerke Chopins einspielen. Im März soll eine CD mit allen Nocturnes auf den Markt kommen.
Zudem plant Yundi Konzerte in zahlreichen Städten rund um den Globus, unter anderem in Warschau (am 1. März), Hongkong, Beirut, Eindhoven, London, Dortmund, Strassburg, Frankfurt und München.
Begleitet wrid er dabei unter anderem vom Toronto Symphony Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, dem Hong Kong Philharmonic und der San Francisco Symphony.
Das Klavier und sein Klavierstimmer
Möchte man auf Dauer bei sich zu Hause das Klavier-Spielen genießen und ist der benötigte Platz dafür vorhanden, ist es gewiss eine gute Wahl sich ein neues oder gebrauchtes Klavier anzuschaffen, anstatt eines E-Pianos.
Allerdings braucht das gute Stück Pflege und es muss etwa einmal im Jahr gestimmt werden. Allein nach dem Gehör ist dies selbst für einen geübten Klavierspieler eine fast unmögliche Aufgabe, da dafür ein sehr gut ausgeprägtes und trainiertes Gehör unerlässlich ist.
Auf dem Markt gibt es technische Stimmgeräte, die bei der Klavierstimmung helfen sollen. Aber diese liegen im Preis doch weit über 500 Euro und sind somit für den normalen Geldbeutel einfach zu teuer. Was bleibt dann anderes übrig als sein Klavier fachmännisch stimmen zu lassen. Übers Jahr gesehen ist dies mit etwa 50-100 Euro auch nicht wirklich teuer.
Einen Klavierstimmer in Berlin zu finden ist heutzutage dank des Internets nicht wirklich schwer. Im Gegenteil, man findet eher zu viele und nicht alle sind wirklich seriös oder können ihr Handwerk richtig, so wie sie es versprechen. Am Besten ist darauf zu achten, ob der Klavierstimmer auch ein Klavierbauer ist oder zu einem Klavierbau-Meisterbetrieb gehört. Hier ist Qualität und Fachwissen selbstverständlich gegeben. Wenn das Klavier, egal ob neu oder gebraucht, bei einem Klavierbauer gekauft worden ist, lohnt es sich meistens an dieser Stelle mal nachzufragen. Viele legen Wert darauf, nach dem Verkauf eines Klaviers weiteren Service anzubieten, wie etwa kleinere Reparaturen oder eben die Klavierstimmung. Wenn man regelmäßiger Kunde ist, ist der Preis oftmals Verhandlungssache.

